Im Jahre 1995 gründete der Konzertgitarrist, Komponist und Tonmeister Jan Žáček das mobile Tonstudio ACUSTICA. Die in den darauffolgenden Jahren erworbenen Erfahrungen mit einer ganzen Reihe von vielbeachteten CD-Aufnahmen (siehe Referenzen) führten Jan Žáček zu der Erkenntnis, dass es – insbesondere für Aufnahmen klassischer Musik – kaum Räume gibt, die sowohl über eine ausgezeichnete Akustik als auch über einen befriedigenden Schallschutz verfügen. Deshalb erwarb er im Jahre 2006 die ehemalige Scheune in dem kleinen deutschen Dorf Nack an der Grenze zur Schweiz. Seine Idee stand klar fest: Die Scheune sollte zu einem Tonstudio mit einem akustisch überragenden Aufnahmesaal und einem benachbarten Regieraum umgebaut werden.
Er beauftragte den gefragten Akustiker Vladimir Szynajowski, den Leiter des Umbaus der Frankfurter Oper, das Projekt zu erarbeiten. Die klangliche Vorstellung des Musikers sollte nun durch die Berechnungen des Physikers verwirklicht werden. Die KLANGSCHEUNE ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen zwei sich mit Klang jahrelang auseinander setzenden Spezialisten: zwischen Jan Žáček und Vladimir Szynajowski. Die Schallschutzmaßnahmen des schallentkoppelten "Haus-Im-Haus-Projekts" wurden verwirklicht, die aufwändigen Pläne der Raumakustik wurden umgesetzt und so entstand 2008 ein einzigartiger Saal für Aufnahmen der unterschiedlichsten akustisch aufgezeichneten Musik, vorwiegend der klassischen Musik und des Jazz – von den kleinsten kammermusikalischen Besetzungen über Klaviertrios, Streichquartette bis hin zur Kammerorchestergröße. Ein Saal mit rund 800 m³ Raumvolumen, 120 m² Grundfläche und über 7,50 m Höhe und einem idealen Nachhall. Eine zusätzliche Variabilität der Nachhallzeit (um 0,2 sec.) ist durch Molton-Vorhänge gegeben.
Was den Materialfaktor der Raumakustik anbelangt, wurde folgende Entscheidung getroffen: ca. 80 % der Saalfläche besteht aus Holz, beim Rest handelt es sich um das Originalmauerwerk. Für den Fußboden wurden massive Eichendielen verwendet, selbst bei den verschiedenen akustischen Elementen wie Diffusoren und Absorbern an den Wänden und der Decke sah man Holz für dieses Projekt vor.
Besonders gerne kommen bei ACUSTICA Mikrophone Brüel & Kjaer 4006, Schoeps MK2H, Schoeps MK4, Neumann KM184, AKG C414 zum Einsatz. Voll digitales 32bit-Harddiscrecording wird bevorzugt.
Im Fazit lauten die Studiomerkmale wie folgt:
update: 03.12.2009 © kwasibanane 2009